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Dunkle Gassen

Fotos in dunklen Gassen

Nächtliche Wege

Im Gegensatz zu befahrenen Straßen fällt bei Fotos von verlassenen Straßen und Gassen die dynamische Wirkung der Lichtspuren weg. Sofern wir nicht zu knapp belichten, vermitteln die Bilder eine ruhige, gemütliche Stimmung. Diese wird verstärkt durch die warmen Farben von Glühlampenlicht. Bei anderen Lichtfarben können jedoch Stimmungen von Einsamkeit bis hin zur Bedrohlichkeit vermittelt werden.

Häufig ist mit hellen Lampen im Bildfeld zu rechnen. Deshalb müssen Sie daran denken, dass der Belichtungsmesser der Kamera bevorzugt diese Lichter misst. Sie dürfen also getrost überbelichten, mindestens eine Blendenstufe. 20 bis 30 Sekunden bei mittlerer Blende und einem 100-ASA-Film sind ein guter Wert für eine ausreichende Belichtung.

Laufen Ihnen während der Belichtung Leute durchs Bild, ist das nicht weiter schlimm. Sie sind höchstens als schwache Unschärfen erkennbar. Aber nur, wenn sie nicht längere Zeit stehenbleiben. Dann sollten Sie ihnen Beine machen!

Wanderblitz Altstadt Zürich

Gasse in der Altstadt von Jerusalem bei Nacht

Beide: A1, 28mm, Blende 5.6, ca. 30s, Kodachrome64 (oben) bzw. MChrome (Fuji) 100 (unten).

Dunkle Gassen in Zürich und Jerusalem. Durch die knappe Belichtung wirken die Bilder eher düster, im Bild oben durch "Wanderblitz" aber inhaltlich etwas aufgelockert.

Ein auf manuell geschaltetes Blitzgerät wurde auf die hell gekleideten Beine gerichtet. Der dunkel gekleidete Oberkörper bleibt auf dem Bild fast unsichtbar. Durch mehrere Blitze kam es zu den Überlagerungen, die das Bild noch mehr verfremden.