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Fernauslöser, Batteriepaket, Belichtungsmesser

Fernauslöser, Batteriepaket, Belichtungsmesser

Draht- und Fernauslöser

Ein Draht- oder Kabelauslöser soll verhindern, dass Sie während des Auslösens die Kamera bewegen. Das geschieht bei schwachen Stativen leicht. Vor allem aber ermöglicht uns dieses Zubehör lange Belichtungszeiten, ohne dauernd den Finger auf den Auslöser halten zu müssen.

Ältere Kameras besitzen ein genormtes Gewinde, in den jeder Drahtauslöser passt. Leider ist es heute so, dass die meisten Kamerahersteller ihre Modelle mit Steckbuchsen versehen, an die nur gerade ihre eigenen Fernauslöser angeschlossen werden können. Eine leidige Entwicklung. Diese - meist elektrischen - Auslöser besitzen nämlich kaum spezielle Vorteile, sind aber um ein Vielfaches teurer als ein altbewährter Drahtauslöser.

Immer mehr Modelle besitzen Infrarot-Fernbedienungen, die wenigstens eine größere Bewegungsfreiheit zulassen.

Externes Batteriepaket

Da bei jedem Sonnenuntergang auch unser wichtigster Wärmelieferant schlafen geht, kriegen wir unter freiem Sternenhimmel oft kalte Füße. Daraus resultierende Blasenleiden und rheumatische Beschwerden sind eine Sache, leider bekundet auch der Fotoapparat Mühe mit tiefen Temperaturen: seine Batterien besitzen bei niedrigen Temperaturen nur noch einen Teil ihrer ursprünglichen Kapazität. Zeigt uns die Kontrolle in der warmen Stube noch eine ausreichende Leistung der Batterie, kann sie draußen bei 0°C nach wenigen Aufnahmen den Geist aufgeben.

Für solche Fälle sollten Sie eine Reservebatterie in der warmen Jackentasche bereit halten. Haben Sie diese mal vergessen, behelfen Sie sich damit, dass Sie die ausgefallene Zelle aus dem Gehäuse nehmen, ein paar Minuten in der Hosentasche aufwärmen und wieder einsetzen. Mit der erholten Batterie sind noch ein paar Aufnahmen möglich.

Lithium-Batterien sind übrigens bei tiefen Temperaturen am leistungsfähigsten.

Fotografieren Sie öfter bei tiefen Temperaturen, oder wollen Sie mehrere Aufnahmen mit minutenlangen Belichtungszeiten machen, empfiehlt sich ein externes Batteriepaket. Es wird über ein Kabel mit der Kamera verbunden. Diese Stromquelle lässt sich in den warmen Kleidern unterbringen, so dass sie immer ihre volle Leistung abgeben kann.

Solche externen Stromversorger kann man auch selbst herstellen, indem man auf die Kontakte einer ausgedienten Kamerabatterie zwei Drähte lötet. Diese verbindet man mit einer Batterienhalterung für die üblichen AA-Zellen, die man in jedem Elektronikgeschäft bekommt.

Schauen Sie nach, wieviel Volt die Batterie Ihrer Kamera hat. Nun bestücken Sie das Batteriepaket mit der nötigen Anzahl Batterien oder Akkus so, dass Sie auf die richtige Betriebsspannung kommen. Hat die Originalbatterie 9 Volt, müssen Sie also 6 Batterien à 1,5 Volt einsetzen. Geht die Rechnung nicht ganz auf, nehmen Sie versuchsweise eine Batterie weniger, nicht dass eine Überspannung die Chips Ihrer Kamera in Rauch aufgehen lässt.

Einstellscheiben

Bei einigen Spiegelreflexkameras lassen sich die Mattscheiben auswechseln. Ein besonders helles Bild liefern Sucherscheiben, die klar sind bis auf den Mikroprismenraster in der Mitte. Damit ist eine Scharfeinstellung bei schlechten Lichtverhältnissen etwas einfacher. Allerdings lässt sich die Schärfentiefe nicht mehr genau kontrollieren.

Fernauslöser

Drahtauslöser und elektronischer Fernauslöser.

Der IR-Fernauslöser wurde nachträglich mit einer Kordel versehen. Um den Hals gehängt, verliert er sich nicht dauernd in irgendeiner Tasche.

externes Batteriepaket

Externes Batteriepaket Marke Eigenbau. Die Batteriehalterung des Motorantriebes wurde angezapft und mit vier Akkus à 1.2Volt bestückt. Trotz Unterspannung vermögen sie die auf 6 Volt ausgelegte Canon A1 mehrere Stunden zu versorgen.

Handbelichtungsmesser

Separate Belichtungsmesser sind trotz den leistungsfähigen Systemen der Kameras ein nützliches Zubehör. Angesichts der Preise für gute Geräte finden wir sie aber doch eher im Fotokoffer der Profis. Hier trotzdem ein paar Angaben für alle, die die Ausgabe nicht scheuen wollen.

Es gibt zwei Haupttypen von Handbelichtungmessern. Der einfachere arbeitet mit einer stromerzeugenden Selenzelle, die mit einem Galvanometer verbunden ist. Messungen bei wenig Licht sind häufig gar nicht möglich oder sehr ungenau. Der andere Typ arbeitet mit einer Cadmiumsulfid- (CdS-) oder schneller reagierenden Siliziumzelle, die ihren elektrischen Widerstand proportional zu der einfallenden Lichtmenge verändert.

Dieser Belichtungsmesser benötigt eine Batterie und ist viel empfindlicher als der Selentyp. Er funktioniert häufig auch noch bei Mondschein.

Datenrückwand ("data back")

Manchmal ist es praktisch, Datum und Tageszeit ins Foto aufzubelichten. Allerdings machen sich die leuchtendgelben Zahlen auf dem eingerahmten Bild in der Wohnstube nicht mehr allzu gut, so dass Sie von guten Sujets zwei Aufnahmen machen sollten: eine mit und eine ohne Ziffern.

Sinnvoller sind Datenrückwände, die das Einbelichten von Daten wie Blende und Verschlusszeit erlauben. Modelle der oberen Preisklasse übernehmen gar die Steuerung der Kamera für programmierte Timerfotografien oder extreme Langzeitbelichtungen.

Sonnenblende

Sonnenblende bei Nachtaufnahmen - was soll das denn? Aber der besser Gegenlichtblende genannte Aufsatz macht Sinn. Er schirmt »vagabundierende« Strahlen ab; also solche Lichtstrahlen, die nicht direkt vom Motiv aus ins Objektiv gelangen, sondern durch Brechung und Reflexion seitlich einfallen und dabei Verschleierungen, verminderte Kontraste und Lichtflecken verursachen können. Starke Lichtquellen - der Mond oder Straßenlampen - sind gefährlich, auch wenn die Effekte im Sucherbild nicht zu sehen sind.

So ist eine Sonnenblende auch bei Mondschein sinnvoll. Aber denken Sie daran, dass die Form der Gegenlichtblende jeweils auf den Bildwinkel des Objektives abgestimmt sein muss. Benutzen Sie die Blende eines Normal- oder Teleobjektivs an einem Weitwinkel, werden die Bildecken abgedunkelt, was Sie eventuell bei schlechten Lichtverhältnissen beim Blick durch den Sucher übersehen.

Okularabdeckung

Sie haben sich vielleicht schon gefragt, wozu das Plastikteilchen gut sein soll, das im Blitzschuh steckt oder am Traggurt eingeschlauft ist. Damit lässt sich das Sucherokular gegen unerwünschten Lichteinfall von hinten abdecken.

Da der Belichtungsmesser über der Mattscheibe sitzt, kann via Sucherokular und Prisma Licht auf die Messzelle gelangen und der Kamera eine hellere Bildsituation vortäuschen. Normalerweise haben wir das Auge am Sucher, so dass dieser Weg für das Licht versperrt bleibt. Bei Langzeitbelichtungen bleibt das Okular aber manchmal frei. Deshalb decken wir es ab, um die Gefahr von unterbelichteten Fotos zu vermeiden.

Bei Modellen mit eingebauten Sucherblenden entfällt dieses Teil natürlich. Besitzt Ihre Kamera keine spezielle Abdeckung, können Sie das Okular auch mit dem Handballen abdecken.

Zeitgeber

Eine Uhr mit Sekundenzeiger bestimmt für uns Belichtungszeiten, die außerhalb des Automatikbereiches der Kamera liegen. Nehmen Sie ein Modell mit beleuchtbarem Zifferblatt oder einem großen selbstleuchtenden Sekundenzeiger.

Ein Reisewecker ist von Nutzen, wenn Sie mehrere Minuten bis Stunden belichten wollen. Stellen Sie die Glocke auf die Uhrzeit, in der Sie die Belichtung beenden wollen. Arretieren Sie den Fernauslöser und verkriechen Sie sich bis dahin im Schlafsack.

Belichtungsmesser

Minolta Autometer IVF für Dauerlicht- und Blitzlichtmessung. Mit Kontrast- und Mittelwertbestimmung.

Sonnenblende, Gegenlichtblende

Verstellbare Gegenlichtblende von Hama. Praktisch für Tele- und Zoomobjektive.